Lebensraumverbesserende Maßnahmen für die Rhöner Wildkatze

Zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Rhöner Wildkatze gibt es verschiedenste Mittel und Wege. Einerseits können bestehende Wildkatzenlebensräume in ihrer Struktur und Vielfalt erweitert und gefördert werden. Dazu gehören Maßnahmen am und im Wildkatzenhauptlebensraum Wald, die innerhalb dieses Projektes durch eine Bachelorarbeit von J. Erretkamps erörtert und in einem Leitfaden „Wildkatzenschutz im Wald“ zusammengefasst wurden. Die im Kapitel 5 aufgeführten Maßnahmenvorschläge wurden in einem Workshop (24. Juni 2009) im Rahmen des Wildkatzenprojektes mit Vertretern der Forstwirtschaft, des Biosphärenreservates Rhön, des BUND, der Jagdverbände und der Allianz Umweltstiftung abgestimmt.

Modellhafte Umsetzungen der Leitfaden-Maßnahmen sind im Rahmen des Projektes erfolgt und weiter vorgesehen. Es können aber auch andererseits lebensraumverbindende Maßnahmen zur Wildkatzen-Korridoretablierung durchgeführt werden. Diese werden innerhalb eines Aktionsplanes zum Schutz der Wildkatze in der Rhön zusammengefasst.

Folgende Maßnahmen wurden und werden im Rhöner Wildkatzenprojekt der Allianz Umweltstiftung durchgeführt:

Ausweisung von Habitatbäumen und Totholzinseln im Waldhof-Standorfsberg gemeinsam mit HessenForst (Revierförsterei Eiterfeld-Rasdorf), 2009
Anlegen von Geheckplätzen für die Wildkatze am Gangolfsberg in den Mühlwiesen gemeinsam mit der Jugendgruppe „Wanderratten“ des Vereins Naturpark und Biosphärenreservat bayerische Rhön e. V., November 2011
lebensraumverbessernde Maßnahmen im Wald gemeinsam mit dem Bergwaldprojekt Deutschland , August 2012
Landschaftspflege im Steinbruch Thüringer Hütte durch die SOS Dorfgemeinschaft Hohenroth , August 2012
Waldrandaufwertungen im Waldhof-Standorfsberg gemeinsam mit HessenForst (Revierförsterei Eiterfeld-Rasdorf), Oktober 2012